Pfotenpflege bei Hunden – Tipps & Tricks für gesunde Pfoten

Von Ballen bis Krallen – Warum gepflegte Pfoten, glückliche Pfoten sind.
Die Pfoten deines Hundes tragen ihn durch den Alltag. Egal bei welchem Wetter, sei es der matschige Waldweg, die gefrorene Wiese oder der heiße Asphalt. Die Pfoten machen alles mit! Genau deshalb verdienen diese kleinen Alleskönner besondere Aufmerksamkeit. Die richtige Pfotenpflege ist mehr als eine stumpfe Routine, sie ist ein Zeichen von Verbundenheit und Zuwendung.
In diesem kleinen Beitrag möchten wir dir zeigen, wie du deinem Hund mit ein paar einfachen Gewohnheiten und einer ordentlichen Portion Liebe und Geduld gesunde Pfoten verleihst.
Keine Sorge mit etwas Übung schaffst du die perfekte Routine, welche dein Hund lieben wird.

Liegender Labradudel-Welpe hält Pfote in die Kamera

Warum ist die tägliche Pfotenpflege so wichtig?

Es muss nicht lange dauern, ein kurzer Blick oder eine kleine Berührung genügen, um Probleme frühzeitig zu erkennen.

Solltest du die Pfotenpflege über einen längeren Zeitraum vernachlässigen, kann sich das schleichend auf die Gesundheit deines Hundes auswirken. Deshalb ist es sicherer einfach täglich einen schnellen Blick auf die Ballen zu werfen. So stellst du sicher, dass kleine Verletzungen, Splitter oder Steinchen nicht unbemerkt bleiben und im schlimmsten Fall zu offenen Stellen führen können.

Rissige und trockene Ballen sind bei viel Bewegung oder bei kalten Jahreszeiten leider keine Seltenheit. Die Ballen deines Hundes sollten weich und elastisch sein, ähnlich wie bei uns Menschen die Fersen. Wenn du bemerkst das sich die Ballen deines Hundes rissig oder spröde anfühlen kannst du mit einem natürlichen Pfotenbalsam entgegenwirken. Wichtig hierbei ist das der Balsam speziell für Hunde zugelassen ist und aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Achte darauf das die Produkte frei von reizenden Stoffen oder Duftzusätzen sind. Perfekt eignen sich Kokosöl, Melkfett oder sogar einfache Vaseline die du vermutlich sogar schon zu Hause hast.

Wissenswertes

Viele wissen nicht, dass die Ballen mehr sind als ein einfaches Polster. Die Ballen sind ein wichtiges Sinnesorgan. In ihnen befinden sich zahlreiche Nervenenden über welche dein Hund Temperatur, Material und sogar feine Bewegungen im Boden wahrnimmt. Und genau deshalb ist es auch so wichtig diese gut zu pflegen!

Pfotenhaare schneiden – sinnvoll oder überflüssig?

Bei vielen Hunden mit langem oder dichtem Fell wachsen Haare auch zwischen den Ballen. Genau diese können unbehandelt schnell zum Problem werden. Haare zwischen den Ballen neigen dazu schnell zu verfilzen, Schmutz anzusammeln oder kleine Steine in sich einzuschließen. Dies ist nicht nur unangenehm für deinen Hund, sondern verursacht oft Reizungen und kleine Entzündungen.

Um dies zu verhindern, solltest du regelmäßig das Kürzen der Haare zwischen den Ballen in deine Pflegeroutine miteinfließen lassen. Dafür kannst du eine spezielle Pfotenschere mit abgerundeter Spitze oder einen Pfotentrimmer nutzen. Durchs regelmäßige Trimmen beugst du gegen Verfilzungen vor und sorgst gleichzeitig dafür, dass dein Hund auf glatten Böden automatisch wieder besseren halt findet. Sollte das Fell an den Pfoten zu lang werden erhöht dies nämlich das Risiko, dass dein Hund ausrutscht und sich verletzt. Durch kurze Haare an den Pfoten erleichterst du dir auch den Rest der Reinigung. Kürzere Haare nehmen weniger Schmutz und Feuchtigkeit auf, gerade im Winter können sich Schnee und Eis in den Haaren verfangen. Durchs Trimmen trocknen die Haare deines Hundes schneller und neigen weniger dazu von Pilzen oder Bakterien befallen zu werden. Gerade bei feuchtem Wetter wirst du den Unterschied deutlich spüren. Kurze Haare sind ein deutliches Plus.

Regelmäßige Kürzung der Haare

Benutze hierfür einen Pfotentrimmer oder eine abgerundete Schere, um den Hund nicht zu verletzen.

Pfotenhaartrimmer mit Welpenpfote
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Gut gepflegte Krallen, glücklicher Hund

Viele Besitzer unterschätzen die Krallenpflege Ihres Hundes, dabei sollte sie selbstverständlicher Weise zur Pfotenroutine dazugehören. Die Krallen deines Hundes haben Einfluss auf sein gesamtes Bewegungssystem. Sollten diese zu lang wachsen verändert sich automatisch die Haltung deines Hundes, was auf Dauer Schmerzen, Fehlstellungen oder zu Arthrose führen kann.

Daher solltest du im Idealfall die Krallen deines Hundes alle vier bis sechs Wochen kontrollieren. Sollten diese zu lang sein solltest du diese langsam und sanft kürzen, um Stress zu vermeiden. Für das Schneiden eigenen sich perfekt spezielle Krallenscheren und Schleifgeräte. Nachdem du die Krallen erfolgreich gekürzt hast, solltest du diese, mit einer feinen Feile nachbessern, sodass keine scharfen Ecken bleiben, an denen dein Hund hängen bleiben könnte.

Bei hellen Krallen ist die Pflege einfacher. Das sogenannte „Leben“, der Teil im Inneren der Krallen, in dem sich die Nerven und Blutgefäße befinden, ist gut sichtbar. Den richtigen Abstand einzuschätzen ist also deutlich einfacher als bei dunklen Krallen. Schwieriger wird es bei dunklen Krallen da man das Leben kaum bis gar nicht mit dem bloßen Auge erkennen kann.

Tipp

Eine Taschenlampe kann dir helfen das Leben bei dunklen Krallen zu erkennen. Halte Sie an die Kralle, so durchleuchtest du sie und kannst den Abstand besser einschätzen. In solchen Fällen solltest du lieber einen Schleifer statt einer Schere benutzen. Ein Schleifer bietet mehr Kontrolle und Sicherheit.

Vorgehen beim Krallenschneiden

Richtiger Ansatz der Schere.


Halte deine Krallenschere immer waagerecht an die Krallenspitze, wenn du diese ansetzt. Achte darauf mindestens einen Millimeter Abstand zum Leben zu halten.

Lieber zu wenig als zu viel.
Kürze lieber etwas zu wenig als versehentlich zu viel.

Denn Verletzungen an den empfindlichen Nerven sind äußerst schmerzhaft für deinen Hund und tragen dazu bei, dass er das Krallenkürzen negativ assoziiert und dir eventuell nicht mehr so schnell vertraut.

Unsicher? Ab zum Tierarzt.


Falls du dir bei der Anwendung unsicher bist, ist das nicht schlimm. Ganz im Gegenteil es ist besser sich vorher richtig zu informieren, anstatt einfach wild drauf loszuschneiden. Gerne kannst du bei deinem Tierarzt um Hilfe bitten. Dieser zeigt dir wie du die Krallen deines Hundes korrekt kürzt und klärt dich zusätzlich nochmal auf.

Unsere Produktempfehlungen beim Krallenschneiden

Krallenschere und -pfeile

Wenn du eine Krallenschere benutzt, weil dein Hund sehr starke Krallen hat oder du viel abtragen musst, empfehlen wir zu einer Krallenschere ebenfalls eine Pfeile für Korrekturen zu nutzen.

Krallenschleifer

Grundsätzlich sind Krallenschleifer bei sämtlichen Krallenarten und vor allem bei dunklen Krallen zu empfehlen. Dieser hilft dir präziser vorzugehen und das Leben in der Kralle nicht zu schädigen.

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Ruffy's Pflegeroutine – Ein liebevoller Einblick in den Alltag

Jetzt hast du schon einiges an Theorie angesammelt, aber wie sieht es im Alltag denn tatsächlich aus? Um zu zeigen wie liebevoll und entspannt die tägliche Pfotenpflege doch aussehen kann, teilte eine liebe Hundefreundin aus unserem Team ihre tägliche Pflegeroutine mit ihrem Rüden Ruffy mit uns:

Ruffy's Routine

Ruffy‘s Pfötchen kontrolliere ich täglich, die Kontrolle seiner Pfötchen ist fester Bestandteil unseres Alltags.
Nach jedem Spaziergang setzt er sich auf seinen Hundeteppich im Flur. Das Kommando Pfötchen habe ich mit ihm trainiert und er weiß inzwischen gut, dass ich ihn dann an seinen Pfoten berühren werde.
Dann hole ich mir ein spezielles Pfotentuch, ein kleines Mikrofasertuch für Hunde, zur Hand. Mit dem Kommando „Pfötchen“ legt er seine Pfote auf das Tuch, welches ich in der Hand halte. Zuerst trockne ich vorsichtig die Pfoten ab und säubere grobe Verschmutzungen mit dem Tuch. Danach folgt die Kontrolle. Ich prüfe die Krallen auf Beschädigungen, Länge, schaue mir die Zehenzwischenräume an und taste die Ballen ab und prüfe diese auf Risse oder Verletzungen.
Diesen Ablauf wiederhole ich bei allen vier Pfötchen. Natürlich bekommt Ruffy nach jeder Pfote ein kleines Leckerli, um ihn am Ball zu halten und zum Schluss bekommt er ein ganz besonderes Leckerchen als Danke für seine Geduld. 😉
Wenn seine Pfoten besonders schlammig oder verdreckt sind, reinige ich diese vor der Kontrolle auch mal mit einem kleinen Pfotenbad. Während er auf seinem Hundeteppich wartet, schnappe ich mir eine kleine Schüssel mit lauwarmem Wasser ganz ohne Zusätze. Jede Pfote wird für ein paar Sekunden ins Wasser getaucht und dann mit dem Tuch abgetrocknet. Die Kontrolle führe ich nach dem Abtrocknen durch.

Noch ein kleiner Tipp für deinen Hundealltag:
Ich nutze seit Jahren die Cleankeeper Doormat von Wolters und die Schmutzfangmatte von Trixie. Diese Hundeteppiche sind Wasser- und Schmutzaufsaugend. Die Mikrofasern nehmen Dreck und Feuchtigkeit zuverlässig auf. Ruffy muss nur kurz über den Teppich laufen und schon sind seine Pfötchen trocken und unser zu Hause bleibt trocken und ordentlich. Die Teppiche trocknen außerdem sehr schnell und haben eine gummierte Unterseite, sodass sie nicht verrutschen.

Für mich sind diese Teppiche ein echter Pluspunkt im Alltag mit meinem Ruffy- praktisch, pflegeleicht und eine klare Empfehlung für alle Hundebesitzer.

Schmutzfangmatten

Bewährter Helfer gegen Schmutz im Haus.

Mikrofasertuch

Perfekt, um die Hundepfoten sanft zu säubern.

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Sanfte Gewöhnung – mit dem Medical Training lernt dein Hund seine Pflegeroutine stressfrei kennen

Die meisten Hunde empfinden Pflegemaßnahmen, wie Pfotenkontrolle, Krallenschneiden und andere Reinigungsmaßnahmen anfangs als unangenehm oder sogar beängstigend. Um dem entgegenzuwirken ist ein sogenanntes „Medical Training“ besonders hilfreich dabei gewöhnst du deinen Hund spielerisch und schrittweise an seine neue Pflegeroutine. 

Am besten beginnt man mit dem Training im Welpen alter, aber auch erwachsene Hunde können mit Geduld und positiven Interaktionen gut lernen.

Übe in kleinen Schritten.

Hab Geduld.

Lasse die Werkzeuge erst beschnuppern.

Lobe und belohne jede positive Annäherung.

Wenn du mehr zum Thema „Medical Training“ erfahren möchtest, schaue dir dir gerne unseren Beitrag: Medical Training- Gemeinsam stark durch unangenehme Situationen an. 

Wir fangen erst an

Bald gibt es hier mehr. 
Hier findest Du bald mehr Beiträge und mehr Infos. Aktuell bauen wir unseren Blog aus.

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