Gassi gehen mit zwei Hunden: wenn James und Cooper den Spaziergang zum Abenteuer machen

Gastbeitrag von einem Team-Mitglied

Wenn ich mit meinen beiden Ridgebacks unterwegs bin, weiß ich nie so genau: Wird es heute ein entspannter Spaziergang, oder eher ein Training für die nächste Zirkusnummer?
James, 7 Jahre alt, ist mein Gentleman: souverän, gelassen, ein bisschen weise. Cooper, 2 Jahre, ist dagegen der Inbegriff jugendlicher Lebensfreude: neugierig, impulsiv, voller Energie. Zwei Hunde, zwei Charaktere, eine Mission: den Alltag in ein Abenteuer zu verwandeln.

Zwei Hunde in Körbchen

Zwei Hunde, zwei Welten, eine Leine dazwischen

Stellt euch vor: links James, der mit stoischer Ruhe jede Fährte abwägt, fast wie ein alter Professor im Park. Rechts Cooper, der keine Zeit verliert, weil das Leben einfach zu kurz ist, um nicht sofort allem hinterherzujagen. Und dazwischen ich, die „lebende Gelenkstütze“, die beide Richtungen gleichzeitig bedienen muss.
Es ist ein bisschen wie Tango tanzen: Einer führt, der andere folgt, nur dass manchmal beide gleichzeitig führen wollen.

Kleine Missgeschicke, große Geschichten

Kürzlich: James bleibt an einer Hecke stehen, völlig vertieft in einen geheimnisvollen Duft. Cooper sieht in der Ferne einen Vogel und setzt zum Sprint an. Ergebnis? Ich, mitten im Spagat auf dem Gehweg, während eine Nachbarin vorbei­läuft und kichert: „Na, viel Spaß noch!“
Und wisst ihr was? Genau das macht’s aus: Mit zwei Ridgebacks bleibt kein Spaziergang langweilig. Jeder Ausflug ist eine neue Episode einer endlosen Comedyserie, bei der man lachen muss, sonst geht man unter.

Zwei Hunde in Wald

Abenteuer im Doppelpack

Das Faszinierende: Trotz der Unterschiede ergänzen sich die beiden. James vermittelt Ruhe, er zieht Cooper in manchen Situationen herunter, fast so, als würde er sagen: „Hey, Kleiner, nicht übertreiben.“ Und Cooper wiederum bringt Schwung in James Schritte, animiert ihn, die Welt noch einmal mit jungen Augen zu betrachten.
Zusammen sind sie ein eingespieltes Duo, das den Waldweg in einen Abenteuerspielplatz verwandelt. Jede Wiese wird zum Schauplatz, jeder Laternenmast zur spannenden Nachrichtenbörse.

Gelassen bleiben. Erwartungen runterfahren. Mit zwei Hunden läuft nie alles „nach Plan“. Mal ist die Leine ein Gordischer Knoten, mal ein Sprinttraining, mal eine gemütliche Meditationsrunde. Entscheidend ist, den Rhythmus der Hunde anzunehmen, statt sie in ein Schema pressen zu wollen.

Mein Tipp für Gassi-Abenteuer mit zwei Hunden

Und jetzt ihr:

Erzählt mir eure besten Geschichten in den Kommentaren, ich bin sicher, jeder von uns hat mindestens eine Szene erlebt, die direkt ins Drehbuch einer Komödie wandern könnte.

Mein Fazit

Frau mit zwei Hunden an einem See

Mit James und Cooper wird jeder Spaziergang ein kleines Abenteuer, aber die Rollen sind klar verteilt. James ist sieben, er wird ruhiger, nicht mehr so schnell und manchmal merke ich, wie er seinen eigenen Rhythmus braucht. Cooper dagegen, mit seinen zwei Jahren, ist ein Sturm aus Energie, dem es schwerfällt, sich auf das langsamere Tempo einzulassen. Zwei Hunde, zwei Takte  und ich dazwischen, als Dirigentin, die versucht, eine Symphonie daraus zu machen. Ich versuche es zumindest.

Und ja, ich gebe es zu: Cooper ist die größere Herausforderung. Der zweite Hund ist oft wie das zweite Kind: voller Eigenwillen, lauter, ungeduldiger, manchmal ein kleiner Anarchist. Aber ich darf das sagen, denn ich bin nämlich ein zweites Kind. Wir Zweiten sind die, die die Regeln testen, die Grenzen verschieben und unseren Eltern die eine oder andere graue Haarsträhne schenken. Aber genau deshalb bringen wir auch Bewegung, Leben und Überraschung in den Alltag.

So ist es auch mit Cooper: Er fordert mich heraus, zwingt mich, gelassener zu werden, Grenzen klarer zu ziehen und gleichzeitig offen zu bleiben für Spontaneität. James dagegen erinnert mich daran, dass man auch im Langsamen, im Genießen, im bewussten Schnuppern am Wegesrand seine Freude finden kann. Manchmal bleiben wir nebeneinander stehen um uns ein besonders schönes, noch voller Morgentau glitzerndes Spinnennetz anzugucken.

 Zwischen den beiden zu balancieren, das ist mein Abenteuer.

Am Ende lerne ich von beiden: Geduld von James, Leidenschaft von Cooper. Und beides zusammen macht meine Spaziergänge nicht nur zu Ausflügen mit Hunden, sondern zu kleinen Lebenslektionen: chaotisch, widersprüchlich, manchmal nervenaufreibend, aber immer voller Liebe.

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