Fellwechsel: Wenn dein Zuhause zum haarigen Abenteuer wird

Gastbeitrag von einem Team-Mitglied

Kennst du das? Du streichelst deinen Hund liebevoll über den Rücken und plötzlich hast du mehr Fell an deiner Hand als dein Buddie am Körper. Die Couch? Ein haariges Biotop. Der Boden? Ein flauschiger Teppich, obwohl du Parkett hast. Willkommen im Fellwechsel, der unsichtbaren Jahreszeit im Leben eines jeden Hundemenschen.
Ich nehme dich heute mit auf meine persönliche Reise durch diese haarige Phase, mit echten Erfahrungen, kleinen Helfern und einer Portion Humor, die du in dieser Zeit definitiv brauchst.

Hund schnüffelt an einer Bürste

Der haarige Albtraum beginnt... jedes Jahr aufs Neue

Bei meinen Ridgebacks beginnt der Fellwechsel nicht irgendwann. Nein, es ist jedes Jahr wieder, als hätte er sich mit der Natur verschworen: „Oh, die Sonne scheint! Ich glaube, ich verliere jetzt mal ALLES.“
Wenn du dir jetzt denkst „aber Ridgebacks haben doch gar keine Unterwolle“ Ja- stimmt. Haaren tun sie trotzdem wie Weltmeister, gerade im Fellwechsel.
Plötzlich liegen da ganze Mini-Hunde auf dem Boden. Und ich, bewaffnet mit Fusselrolle, Staubsauger und meiner Würde, kämpfe mich durch den Tag.
Aber irgendwann habe ich aufgehört, gegen den Fellwechsel zu kämpfen und angefangen, mit ihm zu leben. Und genau das hat vieles verändert.

Was du über den Fellwechsel wissen solltest

Hunde wechseln zwei Mal im Jahr ihr Fell: im Frühjahr von Winter- auf Sommerfell, im Herbst wieder zurück. Das ist völlig normal und wichtig für die Thermoregulation deines Hundes. Aber: Wie stark ein Hund haart, hängt von Rasse, Alter, Hormonhaushalt und Gesundheitszustand ab.
Bei kastrierten Hunden kann der Fellwechsel länger dauern oder das Fell dichter und „plüschiger“ nachwachsen. Und: Stress oder Mangelerscheinungen (Kupfer und Selen Mangel) können zu übermäßigem Haarausfall führen, sowie Schilddrüsenprobleme. Beobachte deinen Hund also gut, manchmal steckt mehr dahinter als ein saisonales Thema.

Beispiel:

Unser drei jähriger James bekam plötzlich beim Fellwechsel richtige kahle Stellen entlang der Flanken und des Rückens. Die Blutanalyse bei der Tierärztin zeigte: keine Auffälligkeiten. Es hieß dann „Saisonale Alopezie“ auch saisonaler (vorübergehender) Haarausfall genannt. Dies betrifft vor allem kurz- oder Drathaarige Rassen wie Boxer, Terrier und co. Das ist nun vier Jahre her. Mittlerweile haben wir gelernt, unseren Buddie in dieser Zeit besonders zu unterstützen, haben vieles ausprobiert und über die Jahre eine Routine entwickelt, die wirklich für uns funktioniert

Was mir (und meinem Staubsauger) wirklich geholfen hat

Baden, aber mit Bedacht

Ein warmes Bad mit mildem Hundeshampoo kann lose Haare besser lösen. Aber bitte: nur, wenn es nötig ist. Zu häufiges Baden zerstört die Hautschutzbarriere.

Ich habe das Bürsten zur täglichen Mini-Auszeit gemacht. Ruhige Musik, Leckerli, und meine Hunde genießt es inzwischen wie eine Massage. Tipp: Nutze unterschiedliche Bürsten für Unterwolle und Deckhaar!

Seit ich James und Cooper regelmäßig Omega-3-Öl ins Futter gebe, glänzt sein Fell wie Speckschwarte, und der Fellwechsel ist deutlich entspannter geworden. Er geht schneller vorbei und die Jungs haaren bei uns im allgemeinen deutlich weniger als ohne Omega3.

1–3x pro Woche gründlich ausbürsten, reicht in dieser Zeit bei vielen, dann punktuell nacharbeiten. Und: Pfoten, Ohren und Bauch nicht vergessen, da versteckt sich gerne mal loser Flaum.

Omega 3, Shampoo und Bürste

Diese Helfer können dich unterstützen.

Hunde in einer Decke

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Was du lieber nicht tun solltest

Und das Wichtigste: Bleib gelassen.
Du wirst Haare im Kaffee finden. In deinen Schuhen. Manchmal sogar in deinem Kühlschrank. Dein Hund schüttelt sich und die Haare fliegen nur so wind durch die Gegend, direkt aufs Nutellabrot. Diese fiesen, feinen, einzelnen Haare Unterwolle die sich in deinen Wimpern verfangen? Schlimmer als vorher. Schnell auf dem Augenwinkel gezogen blinzel ich meine Hunde an, (götterlästerliche Wörter im Kopf) verkneife mir den Fluch der mir auf der Zunge liegt und sage „das ist okay ich liebe euch bis zum Mond und zurück und das bisschen Fellkatasthrophe seid ihr mir absolut wert!“

Mein Fellwechsel-Fahrplan für dich

Bürste regelmäßig, ideal: täglich in Hochphasen.
Baue das Bürsten als positives Ritual ein

Achte auf ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Fettsäuren

Achte auf Hautveränderungen oder auffälligen Haarausfall

Atme tief durch: du schaffst das!

Fellwechsel ist nicht nur eine lästige Phase, er ist auch eine Einladung zur Achtsamkeit. Ein Reminder, innezuhalten, hinzusehen, und deinem Buddie genau das zu geben, was er braucht: Aufmerksamkeit, Berührung und ein bisschen Geduld.


Fellwechsel ist keine spirituelle Erleuchtung, sondern eher wie ein haariger Escape Room: du weißt nie wann du wieder rauskommst, aber du lernst dabei deinen Hund, deinen Staubsauger und deine eigenen Nerven ganz neu kennen. Und irgendwo zwischen Wollmäusen und Fusselrollen merkst du: Dieser haarige Chaosmacher auf vier Pfoten ist genau der Grund, warum dein Zuhause sich nach Zuhause anfühlt.

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